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Isis
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Anmeldungsdatum: 07.09.2002
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BeitragVerfasst: Do 05 Aug, 2004 15:42  Titel:  Besichtigungen allgemein  Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Nilstar hat folgenden Bericht geschrieben:

Zu den Schiffen:

es gibt 4 Sterne Schiffe die in Ordnung sind - genau so gibt es aber auch 5 Sterne Schiffe die eine Katastrophe sind - kann man also so pauschal nicht sagen. Mit welchem Schiff soll es denn auf große Fahrt gehen??


Zu den Ausflügen:

Theben-West, Hatschepsut, Kolosse von Memnon:
Start meist morgens nach dem Frühstück - Rückkehr zum Schiff gegen 13 Uhr - also zum Mittagessen.

Luxor-Tempel:
je nach Reiseveranstalter entweder "by night" also ab 17 Uhr (Dauer ca. 2 Stunden) oder halt in Kombi mit dem Karnak-Tempel: dann morgens - Dauer ca. 3,5 Stunden.

Edfu-Tempel:
auch hier variiert es nach Reiseveranstalter: meist per Pferdekutsche (oder halt per Bus) - Dauer ca. 2 Stunden. Dieser Tempel wird nach der Schleuse besichtigt - also morgens nach dem Frühstück.


Esna-Tempel:
nur bei wenigen Veranstaltern im Programm: wenn aber dann: zu Fuß durch die Basarstraße. Tipp hier: wenn nach der Besichtigung noch Zeit ist hier unbedingt einen Tee trinken. Wo? Also: nach der Treppe die vom Tempel rausführt (da gibt es nur eine) direkt rechts gehen und nach ein paar Metern links in die Seitenstraße. Dort gehen auch meist die Reiseleiter hin.

Sobek-Tempel:
je nachdem wann das Schiff anlegt: meist vor dem Frühstück. Das heisst es gibt in der Bar Gebäck und Kaffee und Tee und dann ab zu Fuß - ca. 400 Meter. Dauer ca. 1,5 Stunden. Nach der Rückkehr dann Frühstück.

Assuan:
Nach dem Frühstück ab zum Staudamm, unfinished Obelisk, Philae-Tempel (schön weil mit kleinen Booten). Dauer ca. 3,5 Stunden. Nach dem Mittagessen per Felukke (oder wenn kein Wind mit Motorboot) zur Lord Kitchner Island.

Dieses Programm kann in allen Formen variieren - je nachdem wann die Nilfahrt startet und wie lange sie geht. Bist Du eine Woche auf dem Nil verteilt es sich ganz gut über die einzelnen Tage. Dann hast Du sogar mal einen vormittag frei.

In Assuan z.B. gibt es die Möglichkeit nach Abu Simbel zu fahren oder zu fliegen. Wenn du das nicht machen willst gibt es für diesen "freien" Tag genug Alternativen: z.B. das neue nubishe Museum (dann bitte danach im Hotel oberhalb des Museums - Hotel Basma - einen Tee trinken gehen - tolle Aussicht!!!), oder aber das alte nubische Museum auf der Insel (mit dem Bootsfahrer einen guten Preis aushandeln) - sehr empfehlenswert weil kaum Touristen - und seht interessant. Oder aber die Gräber der Noblen - gegenüber der Schiffsanleger.

Tipp am Rande: in Assuan gibt es einen Super-Herrenfriseur der sich über Touristen sehr freut. Sein Name ist Mohsen. Er befindet sich am Eingang zum Basar - direkt gegenüber dem Schiffsanleger der Schiffe Medea, Norma und so - also der Egypthotels-Flotte. Mein Mann war bei ihm und hat sich für 2 Euro die Haare schneiden lassen - inklusive Gespräch mit Händen und Füßen, Tee usw. War eines der schönen Erlebnisse von Assuan - zumal sich sonst kein Tourist zu einem einheimischen Friseur verirrt. War ein lustiger Abend - er hat sogar seine ganze Familie in den Laden geholt und es war echt nett.

So, noch Fragen??? Dann bitte kurz Antworten.

Gruß,
Nilestar

Den Beitrag für Kommentare und Fragen zu diesem Bericht findet ihr hier:
http://isis-und-osiris.de/isisosiris/main/phpBB2/viewtopic.php?t=2911

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Zuletzt bearbeitet von Isis am Mo 28 Mai, 2007 13:47, insgesamt 2-mal bearbeitet
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Isis
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Alter: 50
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BeitragVerfasst: So 26 März, 2006 18:26  Titel:  (Kein Titel)  Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Kati_Salzburg hat folgenden Bericht geschrieben:

Hi Leute!
Ich habs letzten Sommer endlich nach Ägypten geschafft und mich jetzt entschlossen, meine Erfahrungen in bits und bites zu verewigen, damit ich mich auch in ein paar Jahren noch dran erinnern kann. Vielleicht interessiert's ja hier jemanden, deshalb werd ichs hier veröffentlichen.
Meine gute Freundin Dani hat mich begleitet und meine Besessenheit ertragen, also vielen Dank!
Hier ist der erste Teil, wird ein Weilchen dauern, bis ich alles beisammen hab.
Viel Spaß beim Lesen und vielen Dank im Voraus für das Interesse!
Alles Liebe
Kati


21. Juli 2005

Anreise

Früh morgens steigen wir am Salzburger Hauptbahnhof in den Zug nach Wien. Ein flaues Gefühl im Magen begleitet mich, ich war schon lange nicht mehr so aufgeregt. Es kommt mir so vor, als wäre das die erste Zugfahrt meines Lebens, was natürlich nicht der Wahrheit entspricht. Aber es ist eine Zugfahrt, die mich schlussendlich nach Ägypten bringt, und deshalb erscheint mir alles neu und aufregend. Ich mache mir die ganze Zeit über Sorgen: was, wenn der Zug nicht rechtzeitig ankommt und wir den Flug verpassen?

Endlich in Wien bringt uns der Shuttle-Bus zum Flughafen. Wir haben Probleme den richtigen Schalter zu finden und müssen nachfragen, schließlich können wir aber einchecken und unser Gepäck aufgeben. Erst als ich meine Bordkarte in Händen halte fällt mir eine riesige Last von den Schultern. Jetzt kann nichts mehr schiefgehen, ich werde in dieses Flugzeug steigen und tatsächlich nach Ägypten fliegen!
In einem Café am Flughafen genehmige ich mir jetzt ganz in Ruhe eine Mélange und einen Schokomuffin. Vom Panoramafenster aus beobachte ich die Flugzeuge. Anschließend gehen wir durch die Passkontrolle und schlendern noch ein bisschen durch die Duty-Free-Shops.
Die Zeit vergeht schnell, plötzlich ist es Mittag und mit einem mal finde ich mich auf meinem Platz im Flugzeug wieder. Ich denke ständig: „Nicht zu fassen, nicht zufassen, es passiert wirklich!“. Auf dem Flug wird irgendein Film gezeigt, ich bekomme vor Aufregung kein Wort mit. Das Mittagessen – Lasagne – lasse ich mir dann doch nicht entgehen, und ich bin angenehm überrascht. Austrian Airlines hält seine Versprechen.
Am späten Nachmittag sehe ich zum ersten Mal den Nil vom Flugzeug aus. Ich muss mich zusammenreißen, aber das Grinsen auf meinem Gesicht lässt sich nicht vermeiden und spricht Bände. Da taucht auch schon Luxor auf, wir sind mittlerweile im Landeanflug, es rumpelt kurz und zwei Minuten später steht die Maschine in Luxor.

Als ich aus dem Flugzeug auf die Rampe steige, empfängt mich eine Hitze die mir zunächst den Atem verschlägt. Um das Flugfeld und das moderne Gebäude herum nichts als Sand. Ich kann mich gar nicht richtig umsehen, denn der klimatisierte Bus vor mir ist einfach zu verlockend. Ja, die Hitze ist wirklich ein Schock, das hätte ich nicht erwartet.
Nach der Passkontrolle, dem Stempel für das Visum und dem Gepäckband bringt uns unser Reiseleiter, der uns seit Betreten des Flughafengebäudes nicht mehr von der Seite gewichen ist und uns erfolgreich durch die ägyptische Bürokratie gelotst hat, zu einem klimatisierten Kleinbus, der uns zusammen mit zwei anderen Österreicherinnen zum Hafen und damit zu unserem Schiff bringen soll. Es ist früher Abend, die ägyptische Sonne präsentiert sich als eine große orange Scheibe nahe dem Horizont, und ich erlebe diese erste Fahrt durch Luxor als eine Fahrt durch einen wahr gewordenen Traum. Am Stadtrand empfängt uns üppige Vegetation, so wie man es sich erwartet, auf den staubigen Straßen begegnen einem Eselfuhrwerke mit winkenden Kindern darauf, Männer in grauen Galabayas und verschleierte Frauen. Ägypten ist tatsächlich Ägypten.

Als wir durch die Stadt fahren höre ich unseren Fahrer – der uns in gebrochenem Englisch die ganze Fahrt über ein wenig über Luxor erzählt – plötzlich sagen: „Tempel Street“. Ich blicke in die Richtung, die er zeigt, spüre mein Herz ein wenig schneller klopfen und erhasche wirklich einen Blick auf eine Säule des Luxortempels. Ich kann mir ein „Oh, mein Gott!“ nicht verkneifen und höre prompt Dani hinter mir kichern, aber ich bin glücklich. Überglücklich.

Am Hafen angekommen reißen sich sofort fünf Kofferträger um unser Gepäck, wir geben inzwischen dem Fahrer ein wenig Trinkgeld und machen uns dann auf zu unserem Schiff, der MS Crown Prince. Mir gefällt das Schiff auf ‚Anhieb. An der Rezeption bekommen wir unseren Zimmerschlüssel und erfahren, dass wir uns gleich in die Bar auf dem Oberdeck begeben sollen, um unseren Reiseführer kennen zu lernen. In der Bar lassen wir uns erschöpft in die großen Polstersofas fallen und kippen ein Glas Orangensaft. Nasser, unser Reiseführer erledigt mit uns den Papierkram und kassiert gleich das gesamte Trinkgeld für die Crew im Voraus. Wir sind gerade noch rechtzeitig zum Abendessen angekommen und Nasser lädt uns im Anschluss zu einem überraschenden weil nicht geplanten abendlichen Stadtbummel durch Luxor ein.
Vor dem Abendessen suchen wir aber erst unsere Kabine. Sie gefällt mir gut, aber das erste, das mir auffällt, sind die beiden Schwimmwesten, die man demonstrativ auf dem Bett platziert hat. Viel Zeit bleibt uns nicht, wir ziehen uns schnell um und eilen zu einem ersten vorzüglichen Abendbüffet.


Hi Leute!
Ich habs letzten Sommer endlich nach Ägypten geschafft und mich jetzt entschlossen, meine Erfahrungen in bits und bites zu verewigen, damit ich mich auch in ein paar Jahren noch dran erinnern kann. Vielleicht interessiert's ja hier jemanden, deshalb werd ichs hier veröffentlichen.
Meine gute Freundin Dani hat mich begleitet und meine Besessenheit ertragen, also vielen Dank!
Hier ist der erste Teil, wird ein Weilchen dauern, bis ich alles beisammen hab.
Viel Spaß beim Lesen und vielen Dank im Voraus für das Interesse!
Alles Liebe
Kati


21. Juli 2005

Anreise

Früh morgens steigen wir am Salzburger Hauptbahnhof in den Zug nach Wien. Ein flaues Gefühl im Magen begleitet mich, ich war schon lange nicht mehr so aufgeregt. Es kommt mir so vor, als wäre das die erste Zugfahrt meines Lebens, was natürlich nicht der Wahrheit entspricht. Aber es ist eine Zugfahrt, die mich schlussendlich nach Ägypten bringt, und deshalb erscheint mir alles neu und aufregend. Ich mache mir die ganze Zeit über Sorgen: was, wenn der Zug nicht rechtzeitig ankommt und wir den Flug verpassen?

Endlich in Wien bringt uns der Shuttle-Bus zum Flughafen. Wir haben Probleme den richtigen Schalter zu finden und müssen nachfragen, schließlich können wir aber einchecken und unser Gepäck aufgeben. Erst als ich meine Bordkarte in Händen halte fällt mir eine riesige Last von den Schultern. Jetzt kann nichts mehr schiefgehen, ich werde in dieses Flugzeug steigen und tatsächlich nach Ägypten fliegen!
In einem Café am Flughafen genehmige ich mir jetzt ganz in Ruhe eine Mélange und einen Schokomuffin. Vom Panoramafenster aus beobachte ich die Flugzeuge. Anschließend gehen wir durch die Passkontrolle und schlendern noch ein bisschen durch die Duty-Free-Shops.
Die Zeit vergeht schnell, plötzlich ist es Mittag und mit einem mal finde ich mich auf meinem Platz im Flugzeug wieder. Ich denke ständig: „Nicht zu fassen, nicht zufassen, es passiert wirklich!“. Auf dem Flug wird irgendein Film gezeigt, ich bekomme vor Aufregung kein Wort mit. Das Mittagessen – Lasagne – lasse ich mir dann doch nicht entgehen, und ich bin angenehm überrascht. Austrian Airlines hält seine Versprechen.
Am späten Nachmittag sehe ich zum ersten Mal den Nil vom Flugzeug aus. Ich muss mich zusammenreißen, aber das Grinsen auf meinem Gesicht lässt sich nicht vermeiden und spricht Bände. Da taucht auch schon Luxor auf, wir sind mittlerweile im Landeanflug, es rumpelt kurz und zwei Minuten später steht die Maschine in Luxor.

Als ich aus dem Flugzeug auf die Rampe steige, empfängt mich eine Hitze die mir zunächst den Atem verschlägt. Um das Flugfeld und das moderne Gebäude herum nichts als Sand. Ich kann mich gar nicht richtig umsehen, denn der klimatisierte Bus vor mir ist einfach zu verlockend. Ja, die Hitze ist wirklich ein Schock, das hätte ich nicht erwartet.
Nach der Passkontrolle, dem Stempel für das Visum und dem Gepäckband bringt uns unser Reiseleiter, der uns seit Betreten des Flughafengebäudes nicht mehr von der Seite gewichen ist und uns erfolgreich durch die ägyptische Bürokratie gelotst hat, zu einem klimatisierten Kleinbus, der uns zusammen mit zwei anderen Österreicherinnen zum Hafen und damit zu unserem Schiff bringen soll. Es ist früher Abend, die ägyptische Sonne präsentiert sich als eine große orange Scheibe nahe dem Horizont, und ich erlebe diese erste Fahrt durch Luxor als eine Fahrt durch einen wahr gewordenen Traum. Am Stadtrand empfängt uns üppige Vegetation, so wie man es sich erwartet, auf den staubigen Straßen begegnen einem Eselfuhrwerke mit winkenden Kindern darauf, Männer in grauen Galabayas und verschleierte Frauen. Ägypten ist tatsächlich Ägypten.

Als wir durch die Stadt fahren höre ich unseren Fahrer – der uns in gebrochenem Englisch die ganze Fahrt über ein wenig über Luxor erzählt – plötzlich sagen: „Tempel Street“. Ich blicke in die Richtung, die er zeigt, spüre mein Herz ein wenig schneller klopfen und erhasche wirklich einen Blick auf eine Säule des Luxortempels. Ich kann mir ein „Oh, mein Gott!“ nicht verkneifen und höre prompt Dani hinter mir kichern, aber ich bin glücklich. Überglücklich.

Am Hafen angekommen reißen sich sofort fünf Kofferträger um unser Gepäck, wir geben inzwischen dem Fahrer ein wenig Trinkgeld und machen uns dann auf zu unserem Schiff, der MS Crown Prince. Mir gefällt das Schiff auf ‚Anhieb. An der Rezeption bekommen wir unseren Zimmerschlüssel und erfahren, dass wir uns gleich in die Bar auf dem Oberdeck begeben sollen, um unseren Reiseführer kennen zu lernen. In der Bar lassen wir uns erschöpft in die großen Polstersofas fallen und kippen ein Glas Orangensaft. Nasser, unser Reiseführer erledigt mit uns den Papierkram und kassiert gleich das gesamte Trinkgeld für die Crew im Voraus. Wir sind gerade noch rechtzeitig zum Abendessen angekommen und Nasser lädt uns im Anschluss zu einem überraschenden weil nicht geplanten abendlichen Stadtbummel durch Luxor ein.
Vor dem Abendessen suchen wir aber erst unsere Kabine. Sie gefällt mir gut, aber das erste, das mir auffällt, sind die beiden Schwimmwesten, die man demonstrativ auf dem Bett platziert hat. Viel Zeit bleibt uns nicht, wir ziehen uns schnell um und eilen zu einem ersten vorzüglichen Abendbüffet.

Den Beitrag für Kommentare und Fragen zu diesem Bericht findet ihr hier:
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BeitragVerfasst: Mo 27 März, 2006 17:33  Titel:  (Kein Titel)  Antworten mit ZitatNach untenNach oben

hi! vielen dank, freut mich, dass es euch gefällt. hier kommt der nächste teil. ach ja, bin ich im falschen forum gelandet?
alles liebe kati


Hatschepsut-Tempel
Ich bin noch ganz erfüllt von Memmnon, da geht es schon weiter zu Hatschepsut. Ja, und ich komme aus dem Staunen nicht mehr heraus. Langsam aber sicher entfaltet auch die Sonne ihre ganze Kraft, und als wir auf dem Busparkplatz in die kleinen Bimmel-Bahnen umsteigen, die uns direkt zum Tempel bringen soll, empfängt uns schon eine ordentliche Hitze. Zuerst müssen wir aber erst noch eine große Prüfung bestehen. Vor uns liegt ein schmaler Weg, der links von Zaun und rechts von unzähligen kleinen Souvenierbuden begrenzt ist. Die Verkäufer lauern schon auf uns. Und das ist tatsächlich der reinste Spießrutenlauf. Von überallher laufen die Verkäufer mit ihren T-Shirts, Tüchern, Postkarten und Plastikstatuen auf einen zu, halten einem das Zeug direkt unter die Nase. Natürlich ist alles extra billig, handgemacht, und weil wir es sind bekommen wir auch einen Freundschaftspreis. Blöderweise ist das für Touristen der einzige Weg zum Tempel. Und auf dem Rückweg muss man da auch noch mal durch. Aber ich wehre mich tapfer und bin am Ende genauso reich wie vorher. Nasser bezeichnet das Ganze treffend als „Heuschreckenallee“.
In der Bimmel-Bahn sitze ich dummerweise mit dem Rücken zum Tempel und renke mir fast den Hals aus, weil ich ständig versuche den Tempel zu sehen. Dani, die mir gegenüber sitzt, findet das natürlich sehr komisch und muss mich unbedingt fotografieren. Der Tempel selbst und seine Umgebung ist einfach unbeschreiblich. Wenn man auf einer der Terassen steht und nach oben zu den Felswänden blickt, kann man schon verstehen, warum Hatschepsut diesen Ort gewählt hat. Es ist unglaublich und ich bin ganz erfüllt von all den Bildern. Ich greife jede Säule und jede Statue an, stelle mir vor wie viele Menschen in wie vielen Jahren schon dieses Stück Stein berührt haben und will gar nicht mehr weg. Aber Nasser wartet schon wieder auf uns, und so verabschiede ich mich.

Tal der Könige
Gegen Mittag kommen wir im Tal der Könige an. Nasser gibt uns wie immer eine kleine Einführung, bevor er uns auf eigene Faust durch die Gluthtze stapfen lässt. Ich bin überglücklich über meine zwei Wasserflaschen, aber ich komme schnell dahinter, dass es hier überall billiges Wasser gibt, und auch in unserem kleinen Bus gibt es eine Kühlbox aus der Nasser Wasser verkauft. Um meinen Flüssigkeitshaushalt muss ich mir also keine Sorgen machen. Nasser hat uns drei Gräber empfohlen: Tutmosis III., Ramses I., und Ramses IX. Im Tal ist es brütend heiß, aber das ist nichts im Vergleich zu den Temperaturen in den Gräbern. Dazu kommt die extrem hohe Luftfeuchtigkeit. Im ersten Moment kann ich gar nicht atmen. Nach zehn Sekunden rinnt mir der Schweiß in Strömen vom Körper, aber ich halte durch, denn die Gräber sind es wert. Wundervolle Farben und eine ganz eigenartige Stimmung herrscht da unten im Fels. Ich frage mich nur, wie die Ägypter, die in den Gräbern den ganzen Tag für Ruhe und Ordnung sorgen, diese Temperaturen aushalten ohne zu zerfließen. In einem der Gräber kann ich es mir nicht verkneifen mit der Hand über die Hieroglyphen auf dem Sarkophag zu streifen. Sofort steht einer der Aufpasser hinter mir und ermahnt mich: „Don’t touch!“. Aber der schon etwas ältere Mann lächelt mich dabei an, so als ob er verstehen würde, warum ich so fasziniert bin. Und ich? Ich kann nur breit zurückgrinsen.
Nachdem wir heil wieder aus den Gräbern emporgestiegen sind, ruhen wir uns noch ein wenig im Schatten aus. Obwohl ich bekennende Atheistin bin, muss ich zugeben, dass dieses Tal tatsächlich ein heiliges Tal ist. Man spürt diesen Zauber tatsächlich noch, und ich frage mich, wie magisch es hier früher gewesen sein muss.

Zum Mittagessen sind wir wieder zurück auf dem Schiff. Nachdem wir uns am Büffet ausgelassen haben, schmeißen wir uns zum ersten mal in unsere Bikinis um das Pool-Deck zu erobern. Auch hier entkommen wir der Hitze nicht. Das Schiff liegt noch immer im Hafen von Luxor, und ich kann das für 14 Uhr angekündigte Ablegen kaum noch erwarten. Inzwischen machen wir es uns auf den Liegen unter den Sonnendächern gemütlich und ich genieße schon mal den glitzernden Nil und die Landschaft. Lang halte ich es aber nicht aus, bevor ich mich endlich aufmache um den Pool einzuweihen. Vor dem eigentlichen Pool befindet sich eine Art knöcheltiefes Kneipp-Becken, in dem sich bereits die Holländer breitgemacht haben. Der richtige Pool geht mir gerade mal bis zum Brustbein und lässt sich mit zwei Tempi durchschwimmen. Aber er ist herrlich kühl und verkürzt mir die Zeit bis zur Abfahrt.
Schließlich geht es dann auch endlich los. Ein Schiff nach dem anderen legt ab, und als die Landschaft schön gemächlich vorüberzieht und ich mir von einem der ewig fleißigen und zuvorkommenden Kellner den ersten Eistee servieren lasse, denke ich mir: „Ja, so lässt es sich wirklich aushalten.“

Am Abend machen wir uns für das angekündigte Galadiner fertig. Heute werden statt des üblichen Buffets alle Gerichte an den Tisch serviert. Insgesamt sind es fünf ausgezeichnete Gänge:
1. Räucherlachs
2. Tomatencremesuppe
3. Hähnchen mit Käse im Blätterteig
4. Steak mit Pilzsauce, Broccoli, Karotten und Kartoffeln
5. Omelette surprise mit Eis
Die Kellner sind wie immer zuvorkommend und unglaublich schnell. Ich kann weder aufstehen noch mich niedersetzen ohne dass mir sofort jemand den Stuhl zurechtrückt, und mir selbst nachzuschenken kann ich gleich vergessen, es kann sogar passieren, dass mir der Kellner die Wasserflasche noch schnell aus der Hand reißt um zu verhindern, dass ich mir das Glas selbst wieder fülle. Das nenne ich Service.

Danach machen wir vier österreichischen Mädels es uns noch an Deck ein wenig gemütlich, genießen den warmen Wind und die angenehme Beleuchtung. Wir sind schon am frühen Abend in Esna angekommen. Nach einem weiteren Glas Eistee gehen wir dann schlafen, denn auch morgen heißt es wieder früh aufstehen.

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BeitragVerfasst: Mi 29 März, 2006 16:14  Titel:  (Kein Titel)  Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Kati_Salzburg hat folgenden Bericht geschrieben:

23. Juli 2005
Tempel von Esna
Schon wieder schrecklich früh, und schon wieder läutet das Telefon. Wir sind in Esna, und da der Tempel in direkter Nähe zum Hafen liegt, machen wir uns heute zu Fuß auf den Weg.
Als wir das Schiff verlassen müssen wir wie immer durch den Metalldetektor laufen. Statt dem Piepsen hört man nur noch einen schrecklichen Dauerpfeifton, weil sowieso jeder eine Videokamera oder einen Fotoapparat in der Tasche hat, aber das Piepsen kümmert auf dem Schiff keine Seele. Auch vor den Tempeln gibt es „Kontrollen“. Bei mir piepst es jedes mal, aber es ist mir nur ein einziges mal wirklich passiert, dass ein Wachmann dann auch in meinen Rucksack schauen wollte. Inzwischen jagt mir auch die Heuschreckenallee vor jedem Tempel keine Angst mehr ein. Nasser erklärt uns, dass sich das Erdniveau um den Tempel über die Jahre angehoben hat, deshalb sind die Reste des Tempels komplett in einer riesigen Mulde verschwunden, in die man über eine windige Treppe hinabklettern muss. Kein Problem für mich, und schließlich stehe ich in meiner ersten richtigen Säulenhalle. Mehr ist ja nicht mehr übrig, aber es ist herrlich. Eigenartigerweise ist der ganze Lärm der Stadt in der Halle nicht mehr zu hören. Alles was ich höre, sind ein kleiner Schwarm Vögel und Nassers Ausführungen. Ich wandere durch die Säulen und nehme die dämmrige Stimmung in mich auf. Wir bleiben nicht sehr lange, unser Kapitän will früh nach Edfu aufbrechen.

Den Beitrag für Kommentare und Fragen zu diesem Bericht findet ihr hier:
http://isis-und-osiris.de/isisosiris/main/phpBB2/viewtopic.php?t=11940&highlight=

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BeitragVerfasst: Mi 05 Apr, 2006 15:40  Titel:  (Kein Titel)  Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Kati_Salzburg hat folgenden Bericht geschrieben:


Ok, nach einer kleinen Pause kommt hier der nächste Teil:

Als wir wieder auf dem Schiff ankommen, holen wir uns erst mal eines der heißen feuchten Tücher ab, die nach jedem Ausflug bereitstehen. Sie duften herrlich nach Zitrone und sind nach den staubigen heißen Ausflügen eine Wohltat.
Die Mittagsstunden verbringen wir mal wieder am Pool. Auf der Fahrt nach Edfu geht es etwas ruhiger zu als gestern. Da mussten wir einige Zeit vor der Nil-Schleuse bei Esna warten. Und damit sich ja keine Langeweile breit macht, kamen wie auf Kommando ein ganzer Schwarm Händler in kleinen Booten und warfen ihre Souvenirs in Plastiksäcken zu uns hoch. Ich kam mir ein bisschen vor, wie beim Völkerball in der Volksschule, da hab ich auch nie was gefangen.
Heute dösen wir ein bisschen dahin, das frühe Aufstehen jeden Tag ist selbst für eine Krankenschwester mit regelmäßigen Frühdiensten gewöhnungsbedürftig. Nach dem Mittagessen macht sich auf dem ganzen Schiff vor allem unter den Passagieren Unruhe breit. Es gehen Gerüchte um einen Anschlag auf Touristen um, und als wir uns schließlich in Edfu für den nächsten Ausflug an der Rezeption versammeln, ist es bereits Gewissheit: in Sharm El-Sheikh gab es mehrere Sprengstoffanschläge. Wir sind alle geschockt. Jeder versucht zu Hause anzurufen um den Daheimgebliebenen mitzuteilen, dass es uns gut geht. Ich bekomme ein mulmiges Gefühl in der Magengegend. Es soll viele Tote geben, heißt es. Ich würde gern zurück in unsere Kabine gehen um ein bisschen BBC zu gucken und mehr zu erfahren als nur die hier grassierenden Gerüchte. Aber Nasser treibt uns zur Eile an, der Bus wartet schon.
Als wir im Bus durch Edfu fahren, kann ich es mir nicht verkneifen, die weiß uniformierten Touristenpolizisten zu zählen. Immer wieder denke ich daran, wie es wohl meinen Eltern daheim geht. Eigentlich müssten sie dank meiner jahrelangen Ägyptomanie wissen, wo Sharm El-Sheik und wo Edfu liegt. Ich frage mich auch, wie das wohl ist, wenn man mit seiner Familie auf Urlaub fährt, und einfach mal sorglos sein will, und dann stirbt vielleicht ein Teil der Familie bei einem Anschlag, und man muss allein wieder nach Hause fahren. Ich kann mir das gar nicht vorstellen.
Tatsächlich bin ich ein wenig beunruhigt, aber ich sage mir: Sharm El-Sheik ist „weit“ weg. Und ich habe acht Jahre auf diese Reise gewartet. Ich will sie genießen, ich werde sie genießen, komme was da wolle. Auch aus so tragischen Geschichten muss man das Beste machen.


Den Beitrag für Kommentare und Fragen zu diesem Bericht findet ihr hier:
http://isis-und-osiris.de/isisosiris/main/phpBB2/viewtopic.php?p=53372#53372

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BeitragVerfasst: Mo 10 Apr, 2006 10:10  Titel:  (Kein Titel)  Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Kati_Salzburg hat folgenden Bericht geschrieben:

Tempel von Edfu
Der Bus hält. Auf uns wartet wieder eine Heuschreckenallee, wieder eine Sicherheitskontrolle und wieder Nasser, der seine Pharaonen zusammenruft um die Eintrittskarten auszuteilen. Um auf das Tempelgelände zu kommen müssen wir zuerst durch ein kleines Gebäude durch, das zum Glück klimatisiert ist. Nasser beschließt aus diesem Grund seine ersten Ausführungen hier zum Besten zu geben, noch bevor wir einen ersten Blick auf den Tempel geworfen haben. Schließlich spricht Nasser auch endlich die Bombenanschläge in Sharm El-Sheik an. Er versichert uns, dass wir uns keine Sorgen machen müssen, dass diese Terroristen nur eine kleine Minderheit darstellen, und die ägyptische Bevölkerung mit diesen Menschen in keinster Weise zu vergleichen ist. In diesem letzten Punkt sind wir uns wirklich alle einig. Denn auf unserer ganzen Reise haben wir uns nie bedroht oder auch nur unerwünscht gefühlt.
Dann wird es aber wirklich Zeit, und wir holen noch einmal tief Luft, bevor wir in die Hitze der ägyptischen Sonne zurückkehren. Eine kleine Kurve um das Gebäude herum, und schon sehen wir ihn vor uns, den Tempel mit seinem riesigen Pylon in einiger Entfernung. Ich bin schrecklich schlecht im Schätzen, aber wir müssen schon ein schönes Stück durch den Sand stapfen, bis wir schließlich den Tempel betreten können. Auf den Tempel zuzugehen ist ein besonderes Erlebnis. Er kommt einem ja von weitem schon so riesig vor, aber er wächst natürlich mit jedem Schritt, und schließlich habe ich das Gefühl, eine Ameise zu sein. Riesig. Gewaltig. Ich bin immer wieder von diesen Dimensionen beeindruckt.
Gemeinsam mit Nasser wandern wir durch die Hallen und Kammern. Schließlich landen wir im Dämmerlicht des Allerheiligsten und ich komme mir schrecklich fehl am Platz vor. Immerhin bin ich ja kein Priester, und auch dass Nasser uns „Pharaonen“ getauft hat hilft da irgendwie nicht.
Nasser lässt uns noch zwanzig Minuten Zeit, um auf eigene Faust durch den Tempel zu wandern. An einer Wand finde ich schließlich die Szene aus dem Horus-Mythos und bin wieder einmal überglücklich. Dani hat sich schon längst aus dem Staub gemacht. Vor der großen Säulenhalle bittet mich ein britisches Päärchen sie vor einer Horus-Statue zu fotografieren. Praktischerweise erwidern sie den Gefallen und fotografieren anschließend mich.
Und dann ist es auch schon wieder Zeit und ich muss zurück zum Bus. Wie immer, alle warten schon auf mich.
Auf der Fahrt zurück zum Schiff sehe ich mir auf meiner Digitalkamera die Fotos an, die ich gemacht habe. Darunter ist auch das Foto von mir und der Falken-Statue. Erst da erkenne ich wirklich die Dimensionen dieses Tempels. Ich bin gerade mal halb so groß wie die Statue. Die Statue selbst aber, macht nicht einmal ein Zehntel des Pylons aus.

Den Beitrag für Kommentare und Fragen zu diesem Bericht findet ihr hier:
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BeitragVerfasst: Mi 13 Sep, 2006 17:01  Titel:  (Kein Titel)  Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Guido hat folgenden Bericht geschrieben:

Nilkreuzfahrt auf der MS Suntimes Reisebericht

Ich werd mal versuchen einen kurzen Reisebericht über unsere erste Nilkreuzfahrt in die Tastatur zu hacken.


Wir haben vom 20.09.06 ab eine 1 wöchige Kreuzfahrt mit anschließendem Badeaufenthalt im Makadi Palace gebucht.

Reiseveranstalter ist ETI ( die scheinbar momentan als einzige neben Bigxtra ) das MP im Programm haben. Nachdem die Anlage hier so empfohlen wurde, sollte es halt diese Reise sein.

Erster , kleiner Nachteil. ETI fliegt momentan, scheinbar nur Hurghada an und somit muß man aufpassen, wie die Aufenthalte gestückelt sind.

Es gab an Bord Gäste die vorher schon 4 Tage im Hotel waren und uns die gerade eine Nacht dort verbringen durften und am nächsten morgen dann mit dem Bus nach Luxor.

Alles weitere hierzu in einem anderen Reisebericht.

Über das Schiff gab es hier im Forum schon einige Diskussionen, da scheinbar die heutige MS Grand Sun zu einer bestimmten Zeit unter dem Namen MS Suntimes fuhr. Dies hing mit der Fertigstellung der MS Suntimes zusammen. Es handelt sich nämlich um ein recht neues Boot. Was nach Aussagen des Reiseführers vor Ort im Dezember 2005 seine erste Kreuzfahrt absolvierte.

Dementsprechend gepflegt ist das ganze Schiff eine recht hübsche Angelegenheit. Uns hatte es gut gefallen, daß es "nur" 52 Doppelkabinen und 2 Suiten an Bord gibt. Da wir in der heißen Phase ( letzte Augustwoche teilweise 48 Grad im Schatten an Bord) unterwegs waren, war dies mit Sicherheit ein Grund warum die deutsche Gruppe aus grad mal 20 Leuten bestand. Einen Tag später kam noch eine englische Gruppe in etwa der gleichen Stärke dazu. Also noch nichtmal zur Hälfte belegt.

Dies macht sich dann auch erfreulicherweise am Buffett und auf dem Sonnendeck bemerkbar. Wenn auch es bei diesen Temperaturen dann wieder schwierig wurde eine Liege im Schatten zu bekommen, wenn man nach dem Ausflug und zwischen dem Mittag schon mal eine Runde in den Pool ging und somit eine Liege im Schatten ergattern konnte.

Erstaunlicherweise wurden nachmittags aber sowieso nicht so viele Leute auf dem Sonnendeck gesichtet. Lediglich wenn es um 16.00 Uhr zur Teatime frische Pfannekuchen und Gebäck mit Kaffee und Tee kredenzt wurden.


Der Pool auf dem Sonnendeck dürfte eine Größe von ca. 6 auf 5 Metern haben und somit ausreichend dimensioniert um sich nach den Ausflügen zu entspannen. Es gibt erst eine flachere Stelle wo man sich hinsetzten kann und dann kommt das eigentliche Becken mit ca. 1,50 tiefe.
Für ne satte A...schbombe hat es , sehr zum Leidwesen der am Rand sitzenden und lesenden Bevölkerung gereicht. Wurd aber keiner bös.

Alles sehr relaxt.

Die Kabinen sind teils mit Doppelbetten, teils mit Einzelbetten ausgestattet, die sich aber einfach zusammenrutschen lassen.

Fernseher ist vorhanden und wenn man ankert hat man auch ein paar deutsche Sender. Erstes und zweites und Vox glaub ich. Also auf alle Fälle kann man mal Nachrichten schauen wenn man möchte.

In unserer Kabine gab es dann noch 2 Sessel, in manch andern scheinbar nur einen. Von den Decks her, gibt es sowieso nur die beiden oberen Etagen mit Kabinen, somit sollte es allgemein auch keine Störgeräusche durch Motoren oder sonstigen geben.

Wir lagen direkt unter dem Sonnendeck und tagsüber konnte man natürlich die Schritte oben hören. Abends war es angenehm ruhig.

Badezimmer sind mit Badewanne und einer festen Duschabtrennung vorhanden und aus meiner ersten Kreuzfahrtsicht überraschend groß gewesen. Die Kabinen werden mit 20qm angegeben,daß sollte soweit hinkommen. 2 große Schränke mit Safe sind ebenfalls vorhanden.

Im " Erdgeschoß" befindet sich die Lobby und eine große Bar mit mehreren Sitzgruppen ( meistens für 6 Leute) ein Billiardtisch und eine kleine Ecke wo man sich tagsüber Snacks besorgen kann. Diese fallen allerdings sehr klein aus, also ein bischen Sandwich halt.

Eine Tanzfläche ist vorhanden und im hinteren Eck hat der DJ sein Reich.
Meistens ist der Raum so runtergekühlt das man(n) und erst recht Frau eigentlich nicht allzulange dort verweilen wollen.

Auf Zuruf hat der Kellner aber auch gerne die Anlage ein bischen wärmer gestellt.

Im "Untergeschoß" befindet sich der Speisesaal. Ich werd mal schauen das ich noch ein paar Bilder zusammenstellen kann.

Das Essen fanden wir sehr gut. Es gab jeden Tag ausreichend und abwechselndes Essen. Große Salatbar , Tagessuppe, kaltes Buffet, warmes Buffett. Das Essen wurde teilweise direkt auf den Kochplatten frisch hergerichtet. Man konnte sich eigentlich immer zwischen 4 bis 5 Hauptgerichten etwas aussuchen. Eine kleine Ecke wurde fast täglich mich heimischer Kost aufgestellt. ( sehr zu empfehlen).

Nach der obligatorischen Begrüßung durch unseren Reiseführe Tito, wurde dann das Programm der nächsten Tage vorgestellt und das Trinkgeld eingesammelt. Damit stand der Rest des 1 Tages zur freien Verfügung. Also bummeln durch Luxor.

Kalesche fahren, wenn man Lust hat, auch zu einem "Bazar". Hier kommen dann die ersten Sprüche " Bazar heute alles zum halben Preis" oder " wenn Du ohne Reisegruppe kommst dann ist alles billiger, weil der Reiseführer keine Provision kassiert". Wer will kann es gerne mitmachen. Wir haben uns den Laden kurz angeschaut, waren alle recht freunlich und überhaupt nicht aufdringlich. Im Laufe der Woche kommt man in einen ähnlichen Laden für Papyrus wo behauptet wird, daß alles unter staatlicher Kontrolle ist. Der Laden ist aber nahezu identisch aus meinen Augen. Da wir auf solche Mitbringsel nicht unbedingt stehen, habe die Jungs leider kein sonderlich gutes Geschäft mit uns machen können.



Am nächsten Morgen heißt es früh raus. Da aufgrund der Hitze die Tempel in Theben recht früh besucht werden sollen. Also schnell runter uns sich an einem umfangreichen Frühstücksbuffett ergötzen und merken, daß man viel zu wenig Zeit hat um alles zu geniessen. Aber morgen bestimmt.

Dann setzt man mit einem kleineren Motorboot schnell über den Nil wird drüben von einem Bus erwartet und fährt zum ersten Tempel. In diesem Fall der Haptschpsut ( garantiert wieder nen Buchstaben vergessen).
Aussteigen sich an den ersten Händlern Richtung Eingang bewegen.
Billetti Billetti in Empfang nehmen und ab in die Bimmelbahn eine kurze Fahrt zu den Treppen. Eine erste Erklärstunde in Ägyptischer Geschichte danach freies Wandeln zwischen jahrtausende alten Steinen. Schon sehr imposant.

Danach erneute kurze Busfahrt ins Tal der Könige. Hier darf man mit der Eintrittskarte maximal 3 Gräber besuchen. Nach einer weiteren Bimmelbahnfahrt steht man in einem verzweigten Tal und sieht überall die mal kleiner mal größeren Zugäng zu den Gräbern.
Der Reiseführer darf mittlerweile keine Führungen mehr durch die Gräber vornehmen. Also erklärt er draussen alles notwendige und empfiehlt dann ein paar Gräber die sehenswert sind. Natürlich hatte ich meinen Reiseführer in Buchform mal wieder auf dem Schiff vergessen und musste später feststellen, daß dieser selbstverständlich vollkommen andere Gräber vorschlug.
An jedem Grab sitzt Personal die dann eine kleine Ecke an der Eintrittskarte abreißt und so kann man auch nicht mehr wie 3 Gräber besuchen. Wir haben es jedenfalls nicht probiert weil uns die Hitze dann eh in den Ventilatorenbereich zwang.

Videokameras dürfen am Empfang abgegeben werden. Foto kann man mitnehmen, aber in den Gräbern nicht benutzen. Ansonsten kann man sich von einem der netten Mitarbeiter in eine abgelegende Stelle führen lassen und ist schon wieder ein bischen Kleingeld los. Nachdem ich meine Kamera umhängen hatte und in meiner Nähe ein Dödel dann auch wirklich mit Blitz fotografieren musste, geriet ich natürlich auch prompt in die Fänge und er wollte meine Kamera sehen. Ich konnte Ihm dann aber eindringlich klarmachen, daß ich überhaupt kein Interesse daran habe, daß er jetzt an meiner Kamera rumfummelt. Nach kurzer Diskussion bekam ich dann nur ein " no Problem" und konnte mich weiter den Grabmalereien widmen.

Zurück am Bus gehts dann zu den Memnonkolossen, wobei man hier dann auf dem Weg eine dieser typischen Verkaufstops einlegt.
Alabaster "outletfactory" alles direkt vom Hersteller , super günstig. Wink
Ganz ehrlich, die Preise sind wirklich nicht schlimm, wenn man ordentlich handelt.Aber auch hier war wieder nichts zum verstauben in meiner Wohnung vorhanden. Ich bin einfach nicht der Typ für sowas.

Dann schnelles Fotoshooting bei den Kolossen und ab nach "Haus".
So das war es. Der erste organisierte Teil ist rum. Klingt doch viel oder ?

Waren in etwa gute 5 Stunden. Mittags sitzt man wieder im Speisesaal und geniest die Auswahl.

An dieser Stelle mach ich mal Pause, weil die Arbeit ist gleich vorbei.

Wenns zu ausführlich ist , beschwert Euch, dann kürz ich auch gern ab.

Vielleicht mal schnell den 2.Tag beschrieben, bevor ich eh wieder alles vergessen habe.

Etwas länger schlafen ist auch mal schön. Auch wenn es nur ne halbe Stunde ist. Dann geht es mit dem Bus zum Karnaktempel. Einer der bzw. der größte seiner Art in Ägypten. Wirklich beeindruckend.
Ich war in der Türkei in Griechenland und kenn fast jede Ausgrabungsstätte in Italien, selbst in Spanien bin ich auf alten Steinen gewandelt, aber für mich sind diese Tempel hier wirklich das faszienierenste was ich in der Form bisher gesehen hab.
Man spult das Programm ab, Säulenwald , der Pylon an dem man noch die Rampe der alten Baustelle erkennen kann. Der heilige See mit Skarabeus, 7 mal umrundet erfüllt er Wünsche. 21 mal umrundet gibt es Kinder. Ich bitte meinen Söhnen ihrer Mutter bei der Umrundung ein Bein zu stellen. 7 runden und 2 Kinder die mittlerweile als Vollzahler unterwegs sind müssen reichen.

Danach wird man am Coca Cola Tempel, der scheint wirklich so zu heißen, steht sogar in meinem Reisefüher, entlassen und darf frei umherlaufen.

Man sollte dem ein oder anderen Tip der freundlichen Baksishgeister in der Anlage trauen. Sie kennen wirklich schöne Ecken für Fotos, die man in der Eile nicht finden würde. Danach eilt man, weil man die Zeit ein wenig vergisst zum Bus. Sch....ße schon wieder die letzten, haben die anderen keine Lust oder ist es doch zu warm ?!

Nach kurzer Fahrt gelangen wird zu unserem 2. Einkaufsstop. Glücklicherweise kenne ich diese Prozedur von unserer Türkeirundreise und laß es einfach geschehen. Klimatisitere Räume und was zu trinken machen die Sache auch wirklich erträglich. Man läßt sich kurz erklären wie man Papyrus herstellt und bekommt noch einmal die vom Reiseführer schon gegebene Info nochmal bestätigt, daß man bloß nichts in Plastiktüten auf der Straße kaufen soll. Alles gefaked und zwar mit so schlechtem Kleber das selbst Einheimische noch nicht imun dagegen sind und die Dinger nicht selber anpacken wollen.

Ich fand die Preise auch hier recht fair hab aber wieder nichts gekauft.
Hier wird dann doch recht viel Zeit verbracht bis es dann mit dem Bus weiter zurück in die Innenstadt von Luxor geht zum Luxor-Tempel. Ganz in der Nähe vom Mc Doof. Hammerfoto.... zwischen 4000 Jahre alten Säulen den McDoof Tempel knipsen. Die daheimgebliebenen werden schmunzeln. Hier wieder das gleiche Spiel. Eine geführte Tour und dann freies wandeln. Sammeln vor dem Ausgang, aber schon kommt der Hinweis, bloß nicht rausgehen dort wird man von den Händlern wie Hyänen belauert. Ist auch wirklich in der ganzen Woche der schlimmste, wenn auch sehr kurzer Spießrutenlauf. Aber letztendlich auch ein "witziges" Erlebnis. Ab zum Bus und zurück in den Pool bevor es wieder mal Essen gibt. Oh Gott, erst zwei Tage und schon 3 kg zugenommen. Am Nachmittag legt das Boot dann auch endlich mal ab und es geht flußabwärts.

Na endlich haben wir unsere Kreuzfahrt. Im Pool liegenderweise am Rand einen kühlen Radler ( Bier-Limo ihr Preißen) und die wunderschöne Landschaft an sich vorbeiziehen lassen.

Da schwimmt doch wirklich einer im Nil ?! Ich denk das ist so gefährlich,...
da noch ein und da und dort, achso das mache die alle so. Aber der auch, ja wieso nicht auch ein Büffel will mal eine Abkühlung und tappert grad wieder die Treppe richtig Dorf hoch wo die netten Herren ihre Pfeife rauchen und die Kinder uns permanent zurufen und winken.
Man denkt manchmal , ... wir müssen das erste Boot seit Wochen sein, so wie die sich freuen.
Schaut man dann nach vorne kann man in einiger Entfernung die ganzen anderen Boote wie an einer Perlenschnur erkennen. Wie sind mit Sicherheit das 30. Boot an diesem Tag und morgen sind mit SIcherheit auch wieder welche da. Meine Kinder freuen sich , glücklicherweise, auch jeden Abend wenn ich nach Hause komme. .......... Hoffe ich mal..


So nochmal kurzer Break. Wir kommen als nächstes zu der Schleuse von Esna und aufgrund meiner vorhergehenden Recherchen bewaffne ich mich mit meiner Kamera und sag meiner Frau sie darf sich jetzt was kaufen....hihi....

Aber dazu komme ich heute nicht mehr. Versuch morgen noch ein bischen zu schreiben.


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BeitragVerfasst: Sa 23 Sep, 2006 10:23  Titel:  (Kein Titel)  Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Fotokati hat folgenden Bericht geschrieben:

Kairo-Luxor mit dem Bus/+1 Woche Nil auf der MS Carmen


Ägypten: Mit dem Minibus von Kairo bis Luxor und eine Woche Nilkreuzfahrt im September 2006


Erste Woche mit dem Bus:
Unser Urlaub startete in Düsseldorf und nach einem angenehmen Flug landeten wir in Kairo. Dort wurden wir von einem Reiseleiter begrüßt, bekamen unsere Visa´s und wurden ohne Probleme durch die Passkontrolle zu den Kofferbändern und zum Auto gebracht. Dann der erste Schock: Der Verkehr in Kairo. Für unsereins, der eher eine normale Stadt gewöhnt ist, eine echte Herausforderung. Nachdem wir Blut und Wasser geschwitzt hatten und unzählige Mal mitgebremst hatten, sahen wir nun zum ersten mal die Pyramiden aus der Nähe und erreichten dann unser Hotel Oasis in Gizeh.
Das Hotel war sehr schön angelegt, liegt aber sehr abseits direkt an der Hauptstraße. Das Personal war sehr freundlich und das Essen war sehr gut und preiswert.

Am nächsten Morgen empfing uns unser Reiseleiter (der uns nun 2 Wochen ertragen musste) und erklärte uns kurz das nötigste, der Rest kam während der Fahrt in die City. Zuerst ging es zur Mohamed Ali Moschee, dann zur Sultan Hassan Moschee, anschließend zum Erholen zum Khan-Kalili Bazar,und zum Schluss ins Ägyptische Museeum. Dort bekamen wir eine Führung und hatten noch Freizeit, um uns umzuschauen. Danach fuhren wir wieder ins Hotel.
Für den ersten Tag waren das verdammt viele Eindrücke und das Wetter war nicht ohne.
Der zweite Tag begann mit viel Zeit bei den Pyramiden und der Sphinx. Danach fuhren wir nach Sakkara und besichtigten dort das Grab von Mereruka und die Pyramide von Teti. Nachdem wir die Stufenpyramide genau unter die Fotolinse genommen hatten, ging es weiter nach Memphis, wo wir die liegenden Ramsesstatue und die Alabastersphinx besuchten. Nachdem wir dann noch unterwegs lecker gegessen hatten, ging es wieder ins Hotel. Hier hieß es Sachen packen, denn am nächsten Morgen ging es schon wieder weiter. Doch abends hatten wir noch den fakultativen Ausflug zur Ton und Lichtshow bei den Pyramiden gebucht. Es war sehr bunt, sehr schön und alle saßen in der ersten Reihe.

Nun sollte die Fahrt nach Mittelägypten starten: Von Kairo aus fuhren wir mit dem Minibus nach El Minia. Dort besichtigten wir die Felsgräber von Beni Hassan, freuten uns über die vielen Stufen in der Mittagshitze und erholten uns in den "kühlen" Gräbern. Aber es hat sich echt gelohnt. Anschließen ging es ins Hotel Mercure Neferteti. Auch dieses Hotel war in Ordnung und das Personal sehr schnell und freundlich.
Der nächste Tag stand im Zeichen von Echnaton. Wir fuhren nach Tell-el-Amarna und Tuna el Gebel. Nach einem ausführlichen Besichtigungsprogramm bummelten wir in Minia am Nil entlang (immer mit Abstand hinter uns, ein Sicherheitsmann).
Abends fand im Hotel eine große Hochzeit statt und wir konnten mal miterleben wie es dort ablief. Vor allem war es sehr laut und unser Reiseleiter bot uns auch an, das Zimmer zu wechseln, aber unsere Meinung "Schlafen können wir auch zu Hause" brachte ihn dann nur zum Grinsen.

Da die Hochzeit bis 02:00 ging und wir um 03:00 aufstehen sollten, war die Fahrt am nächsten Tag von Minia nach Abydos dann etwas ruhiger, da wir alle mehr oder weniger am dösen waren. Aber pünkltlich in Abydos waren wir wieder wach. Wir waren die ersten Besucher und hatten den Tempel über eine Stunde für uns alleine, bevor die "Busfahrer" aus Luxor eintrafen. Im Nachhinein entwickelte sich Abydos für uns zum schönsten Tempel der ganzen Reise.
Von hier fuhren wir dann im Konvoi nach Dendera und anschließend nach Luxor. Dort blieben wir eine Nacht im Iberotel Luxor, bevor es am nöchsten Tag zum Einschiffen gehen sollte. Das Essen war sehr gut, die Lage direkt am Nilufer, ca 500 m vom Luxortempel entfernt.

Am nächsten Morgen fuhren wir zu den Memnon Kolossen, besichtigten bei den Gräber der Noblen die Gräber von Menna und Nakht, dann zum Ramesseum und anschließen ins Tal der Königinnen. Dort besichtigten wir die Gräber von Chemwaset, Amunherchopschef und das Grab der Tete. Danach aßen wir am Medinet Habu zu Mittag.

----------------
Nun war unsere Busrundreise leider schon beendet und unsere Nilkreuzfahrt sollte beginnen:
----------------

Wir checkten auf der MS Carmen ein (die MS Norma war leider noch nicht fertig, deshalb wurden wir umquartiert) und hatten fast das ganze Schiff für uns, da die letzten Gäste schon abgereist und die neuen Gäste noch nicht angekommen waren. So konnten wir uns in Ruhe umschauen und was wir sahen, gefiel uns sehr.
Am Abend begrüßte unser Reiseleiter die neu hinzugekommenden Gäste und wir bekamen alle Infos rund um diese Tour.

Der nächte Tag begann mit der Besichtigung des Karnak und des Luxortempels und anschließend begann die Schiffahrt nach Esna. In der Schleuse waren wir das erste Schiff, so das wir nicht so viel Zeit mit den Händlern an der Bootsseite hatten, wie andere Schiffe. Den Abend verbrachten wir mit unserem Reiseleiter in einem kleinen Cafe gegenüber vom beleuchteten Esna Tempel.
Diesen besichtigten wir am nächsten Tag, und fuhren dann über Edfu (natürlich mit Besichtigung des dazugehörigen Temples) weiter nach Kom Ombo. Abends fand dann der Galabeya Abend statt und die Reiseleiter sorgten mit Spiel und Spaß für Unterhaltung.

Wir erwachten am nächsten Tag in Assuan, da das Schiff nachts gefahren ist und starteten gleich, um den unvollendeten Obelisk, den Staudamm und den Philae Tempel zu besichtigen. Und weil wir nicht genug bekamen, buchten wir noch die Stadtrundfahrt mit der Besichtigung der Hauptmoschee und einer Kirche dazu. Zum Ausklang fuhren wir in ein kleines Restaurant oberhalb von Assuan, um uns den Sonnenuntergang über den Cataracten anzusehen. Ein Bummel über den Bazar von Assuan, rundete den Ausflug ab und wir fuhren wieder zum Schiff. Abends fand dann der orientalische Abend mit Bauchtanz, ect statt.

Um 03:00 schmiss uns dann der Weckdienst aus dem Bett, denn wir hatten auch den fakultativen Ausflug nach Abu Simbel gebucht. Natürlich mit dem Bus (ich fliege nämlich nicht gerne) und so schwankten wir am nächsten Morgen mit unseren Kissen durch die anderen Schiffe in unseren Bus; nicht ohne doof angeschaut zu werden, die anderen durften wohl ihre Kissen nicht mitnehmen.
Leider war es in Abu Simbel stark bewölkt und so wirkte es auf den ersten Blick etwas trostlos. Aber die Sonnen kam dann durch und dadurch kamen dann die Reliefs und Statuen besser zur Geltung. Leider war es extrem voll, so das man nicht wirklich in Ruhe schauen konnte. Die Fluggäste kamen später an und hatten anschließend die Tempel für sich, da die ganzen Busse grade weggefahren waren.
Nach dem Mittag ging es mit dem Segelboot zur Kitchen Insel in den Botanischen Garten. Von dort aus starteten wir einen fakultativen Ausflug zum Nubierdorf quer durch das Naturschutzgebiet.

Da wir den Tag nun wirklich ausgenutzt hatten, passte es sich, das am nächsten Tag nur der Kom Ombo Tempel und die Rückfahrt nach Luxor auf dem Programm stand, so das wir uns dann mal etwas ausruhen konnten. Am Nachmittag stand dann noch die Infostunde über Land und Leute auf dem Programm, die sich dann zu einer 2 stündigen Diskussionsrunde entwickelte und für alle (incl Reiseleiter) sehr aufschlussreich wurde.

In Luxor angekommen, begann nun der letzte Programmtag, der wegen der Hitze sehr früh startete. Wir fuhren ins Tal der Könige und besichtigten die Gräber von RamsesI, RamsesIII und von ThutmosisIII. Vorher ging es nochmal zu den Memnon Kolossen, doch zum Leidwesen unseres Reiseleiters interessierte sich die Mehrheit der Gäste, mehr für die grade startenden Heißluftballons. Direkt nach dem Tal der Könige ging es zum Hatschepsuttempel und wieder zum Schiff. Unterwegs wurde auf Wunsch von einigen Mitreisenden noch an einem Goldladen haltgemacht, wo man aber auch schöne T-Shirts besticken lassen konnte.

Am Nachmittag entschlossen wir uns zu einer Kutschfahrt durch Luxor und nach 90 aufregenden Minuten, indem wir einen Obststand gerammt, einen Gemüsestand über den Haufen gefahren haben und einige Galabeyas gestohlen hatten (die an der Kutsche hängen geblieben sind-aber der Händler rief uns aufgeregt hinterher und so bekam er seine Ware wieder) trafen wir wieder am Schiff ein, um unser letztes Programm durchzuführen. Dies Besichtigung des Luxor und des Mumienmuseums. Dort hat es uns sehr gut gefallen, aber wir mussten leider wieder zum Schiff, da wir abend die Sound und Light Show im Karnak-Tempel gebucht hatten. Diese hat uns aber nicht wirklich gut gefallen. Wir stehen warscheinlich mehr auf den "Kitsch" wie in Gizeh.

Der letzte Tag brach an und wir fuhren zum Flughafen. Der Rückflug sollte von Luxor via Hurghada nach Düsseldorf gehen, doch leider gab die Maschine beim Anwerfen der Turbinen den Geist auf und wir mussten aus Sicherheitsgründen eine andere Maschine nach Hurghada nehmen. Dort erfuhren wir, das wir alle in die Maschine anch Hannover müssen und dann von dort aus mit dem Bus nach Düsseldorf. Die Stimmung war dementsprechend, lediglich wir jubelten, wohnen wir doch in Hannover und sparten uns damit die Rückfahrt mit der Bahn. Doch die anderen taten uns schon sehr leid. Mitten in der Nacht noch über die Autobahn zu fahren, ist nicht sehr angenehm.




Das klingt vielleicht etwas stressig, aber für uns war es positiver Stress und der Urlaub hat uns super gefallen.
Fazit: Wir wurden sehr herzlich aufgenommen und haben sehr viel gelernt.
Die MS Carmen können wir nur empfehlen, das Essen war super und der Service und die Freundlichkeit unschlagbar.

Wir wurden übrigens die ganze Reise von der Rache des Pharaos verschont (und ich habe einen verdammt empfindlichen Magen).

PS.Einen ausführlichen Reisebericht mit Fotos werden wir demnächst online stellen.

Sollte jemand Fragen haben, immer her damit.

So ein Dank an alle, die solange gelesen haben, das sie hier angekommen sind. Es ist leider sehr lang geworden.

Viele Grüße von Katja, die jetzt leider "ausgetempelt" hat.


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BeitragVerfasst: Do 23 Nov, 2006 11:54  Titel:  (Kein Titel)  Antworten mit ZitatNach untenNach oben

AliveAgain hat folgenden Bericht geschrieben:

Cahira und AliveAgain - Video Nilkreuzfahrt 2006

Ein Video unserer Nilkreuzfahrt im September 2006

Zu sehen bei YouTube unter folgenden Links:

00 - Trailer - http://www.youtube.com/watch?v=UWRefmvvRZY
01 - Luxor Tempel - http://www.youtube.com/watch?v=8oAcFm2rFMQ
02 - Karnak Tempel - http://www.youtube.com/watch?v=29X76JAhnXo
03 - Schleuse in Esna - http://www.youtube.com/watch?v=FmWuVrfLfKc
04 - Horus Tempel in Edfu - http://www.youtube.com/watch?v=FiUtcbqZOZ0
05 - Doppeltempel von Kom Ombo - http://www.youtube.com/watch?v=xjcoGEskW3w
06 - Assuan Staudamm - http://www.youtube.com/watch?v=hJOcXmdrSTs
07 - Philae Tempel - http://www.youtube.com/watch?v=YRFi-HV36KY
08 - Unvollendeter Obelisk - http://www.youtube.com/watch?v=wv6o6etvDIE
09 - Abu Simbel - http://www.youtube.com/watch?v=VwSYqng7K_4
10 - Lord Kitchener Insel - http://www.youtube.com/watch?v=Nv1z3ope28c
11 - Ballonfahrt über Theben-West - http://www.youtube.com/watch?v=q2du0hPDLDs
12 - Tal der Könige - http://www.youtube.com/watch?v=9OBSgBClTUw
13 - Hatchepsut Tempel - http://www.youtube.com/watch?v=uqHWo7mDgpQ
14 - Medinet Habu Tempel - http://www.youtube.com/watch?v=fTArmlR2K24
15 - Die MY Alyssa - http://www.youtube.com/watch?v=bkFZ2rpIM68
16 - Impressionen vom Nil - http://www.youtube.com/watch?v=q1JAzdH31yQ

AliveAgain



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BeitragVerfasst: Fr 16 Feb, 2007 18:35  Titel:  (Kein Titel)  Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Kati_Salzburg hat folgenden Bericht geschrieben:



Wow, ich hab mich lange nicht gemeldet. Aber es hat sich so viel getan in diesem Jahr, dennoch hab ich meine Kreuzfahrt nicht vergessen. Kaum zu glauben, wie lang das schon wieder her ist. Naja, falls es noch jemanden interessiert, hier kommt der nächste Teil!

Als wir schließlich zum Schiff zurückkehren sind alle Ängste und Sorgen vergessen. Wir springen vor dem Abendessen noch einmal in den Pool und machen uns dann über das orientalische Büffet her, das heute auf dem Programm steht.
Danach findet in der Bar die auf solchen Reisen wohl obligatorische Galabaya-Party statt. Den ganzen Tag über haben die Kellner dafür auf dem Schiff Lose verkauft, die jetzt gegen Preise eingelöst werden. Während die meisten lediglich T-Shirts, Galabayas und ägyptisches Bier gewinnen, ergattert unsere Urlaubsbekanntschaft glatt den Hauptpreis: ein Gutschein für eine Massage auf dem Pooldeck.
Apropos Pooldeck: Dorthin zieht es uns heute ganz besonders. Wir fahren nämlich noch diese Nacht weiter bis nach Kom Ombo. Und es ist eine fantastische Nacht. Ein riesiger, silbern glänzender Mond steht am Himmel, und es ist so stockdunkel um das Schiff herum, dass wir Fluss, Land und Himmel nicht mehr voneinander untersheiden können. Es ist, als ob wir in unendlicher Dunkelheit dahingleiten würden. Immer wieder begegnen uns andere Schiffe, die allesamt wunderschön beleuchtet sind. Es ist eine unwirkliche, himmlische Stimmung, ich bin mir nicht mehr sicher ob ich träume oder wach bin. Auf dem Pooldeck sind außer uns nur zwei Kellner und vier oder fünf andere Passagiere. Ich schlürfe meinen Eistee, der ewig warme und sanfte ägyptische Wind streicht durch meine Haare. Was für ein Leben, was für eine Reise. Ich will hier nie mehr weg. Und dann tauchen am Flussufer plötzlich immer mehr Lichter auf, wir nähern uns Kom Ombo. Plötzlich lässt sich direkt unter der herrlichen Mondscheibe eine Gruppe beleuchteter Säulen erkennen, auf die wir direkt zusteuern. Der Doppeltempel bei Nacht. Ich frage mich, ob sich dieses Glücksgefühl noch steigern lässt, und ich ahne: ja.
Im Hafen sind schließlich nur noch wir vier an Deck und schauen unserer Crew beim Anlegen zu. Ein kniffliges und spannendes Manöver, dass die Ägypter mit absoluter Gelassenheit und Sicherheit bewältigen. Plötzlich ertönt statt den sanften 80er Jahre Popballaden der Donauwalzer. Wir drehen uns erstaunt zur Bar um und da stehen die Kellner und zwinkern uns verschmitzt zu. Aber Österreich ist mir in diesem Moment ganz fern.


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BeitragVerfasst: Mo 28 Mai, 2007 13:46  Titel:  (Kein Titel)  Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Kati_Salzburg hat folgenden Bericht geschrieben:



Und schon wieder ist eine halbe Ewigkeit vergangen... Aber ich gelobe Besserung!

24. Juli 2005
Doppeltempel von Kom Ombo

Ein neuer Morgen, ein neuer Weckruf, und ein neuer Tempel, der auf mich wartet. Nachdem wir uns beim Frühstück die Bäuche mit köstlichen Eieromlettes vollgeschlagen haben, machen wir uns mit Nasser auf den kurzen Fußmarsch zum Doppeltempel von Kom Ombo, den ich seit unserer Ankunft gestern immer fest im Blick habe.
Es ist, wie immer, noch ziemlich früh am Morgen, und wir sind fast alleine im Tempel. Die Luft ist für ägyptische Verhältnisse heute direkt kühl, wir freuen uns alle darüber, wir wissen ja auch noch nicht, was uns heute noch bevorsteht. Im Tempel selbst scheucht uns Nasser von einem Relief zum anderen, und nachher lässt er uns nicht mal zehn Minuten Zeit um auf eigene Faust durch die alten Mauern zu wandern. Ich bin echt enttäuscht. Aber so leicht lasse ich mich nicht abspeisen, und spaziere besonders langsam zurück zum Ausgang. Es ist verblüffend. Nun habe ich ja schon den einen oder anderen Tempel gesehen, aber keiner gleicht dem anderen, keiner ist weniger beeindruckend, jeder ist für sich einzigartig. In Kom Ombo stehe ich vor den Säulen und kann mich nicht entscheiden zwischen Stärke, Macht, Schönheit, Grazie, Demut... hier scheint alles vereint zu sein.
Als ich mich schließlich doch umdrehe, ist meine kleine Reisegruppe schon beinahe wieder am Hafen angelangt. Und so verlasse auch ich letztendes an diesem Morgen zum ersten mal einen Tempel nicht schweißgebadet.


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BeitragVerfasst: Fr 03 Aug, 2007 11:51  Titel:  (Kein Titel)  Antworten mit ZitatNach untenNach oben

AliveAgain hat folgenden Bericht geschrieben:


Hallo annamabel.

Zur LT Alyssa haben wir im letzten Jahr nur sagen können: es war jeden Cent wert.

Es war alles sehr sauber, Service und Verpflegung waren auch 1A.

Schiffe "altern" aber scheinbar sehr schnell und ob es noch genau so gut in Schuss ist wie im Oktober 2006 - keine Ahnung.

Zu den restlichen Fragen sind ja schon einige Antworten gekommen und da kenn ich mich auch leider nicht mit aus, weil unser Ägyptentrip ja nur die eine Woche auf dem Schiff umfasst hat.

Bin mal auf Euren Reisebericht gespannt.

Da YouTube-Videos meistens nur sehr langsam laden, hier die Links noch mal, allerdings bei MyVideo:

00 - http://www.myvideo.de/watch/1113532 - Trailer
01 - http://www.myvideo.de/watch/1115868 - Luxor Tempel
02 - http://www.myvideo.de/watch/1116886 - Karnak Tempel
03 - http://www.myvideo.de/watch/1116894 - Schleuse in Esna
04 - http://www.myvideo.de/watch/1116900 - Horus Tempel in Edfu
05 - http://www.myvideo.de/watch/1116915 - Doppeltempel von Kom Ombo
06 - http://www.myvideo.de/watch/1116920 - Assuan Staudamm
07 - http://www.myvideo.de/watch/1116934 - Philae Tempel
08 - http://www.myvideo.de/watch/1116948 - Unvollendeter Obelisk
09 - http://www.myvideo.de/watch/1116978 - Abu Simbel
10 - http://www.myvideo.de/watch/1116999 - Lord Kitchener Insel
11 - http://www.myvideo.de/watch/1117015 - Ballonfahrt Theben-West
12 - http://www.myvideo.de/watch/1117029 - Tal der Könige
13 - http://www.myvideo.de/watch/1117050 - Hatchepsut Tempel
14 - http://www.myvideo.de/watch/1117080 - Medinet Habu Tempel
15 - http://www.myvideo.de/watch/1117305 - Die MY Alyssa
16 - http://www.myvideo.de/watch/1117357 - Impressionen vom Nil

Viel Spaß auf der Reise,

AliveAgain



Den Beitrag für Kommentare und Fragen zu diesem Bericht findet ihr hier:
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BeitragVerfasst: Sa 06 Okt, 2007 14:27  Titel:  (Kein Titel)  Antworten mit ZitatNach untenNach oben

salam

"Meta" hat uns gebeten für sie ihren ausführlichen 28 seiten reisebericht für sie online zu stellen.

Reisebericht zur Ägyptenreise vom 06.09.2007 bis 21.09.2007
Nilkreuzfahrt vom 06.09.2007 bis 13.09.2007 anschließend Badeaufenthalt im Hotel Desert Rose in Hurghada



und nun klickt hier zum bericht --> http://www.isis-und-osiris.de/forumsbilder/bericht/bericht.html

ma salama

... isis ....

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BeitragVerfasst: So 07 Okt, 2007 11:02  Titel:  (Kein Titel)  Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Meretaton hat folgenden Bericht geschrieben:



Nilreise Toeris vom 13. bis 27. September 07

Nach unbändiger Vorfreude auf „ unser Misr“, hob die Maschine der Air Berlin pünktlich um 8.10 Uhr vom Düsseldorfer Airport ab. Beim Landeanflug über die Wüste auf den Airport Luxor fühle man sich „zu Hause angekommen“. Dank des reibungslosen Ablaufs bei Phoenix, saßen wir eine halbe Stunde später im Bus Richtung Anlegestelle. Dort lag er, der alte charmante Holzpott Ramses I, bereit für die 14-tägige Nilfahrt. Toeris. Unsere Gruppe bestand aus 28 Ägyptenliebhabern. Das Schiff fasst 60 Personen, somit hatten wir eine Menge Freiraum für jeden. Nach herzlicher Begrüßung durch unseren Reiseführer Ramadan, gab es die erste ägyptische Mahlzeit an Bord. Anschließend gab es ein Infotreffen mit dem Reiseleiter, wo das Trinkgeld (55,00 € pro Person), eingesammelt wurde und das Programm unserer Reise vorgestellt wurde. Den ersten Abend ließen wir mit „neu“ gewonnen lieben Freunden aus Frankfurt und Duisburg, und einem Stella ausklingen.


Am nächsten Morgen stand das erste Ausflugsziel auf dem Programm: zu Fuß ging es zur Tempelanlage von Karnak Hier wimmelt es nur so von Touristen aus allen Herren Länder Am auffälligsten sind die vielen Japaner: Regenschirm gegen die Sonne, schwarze Handschuhe mit Arm, wegen der vornehmen japanischen Blässe. An die Temperaturen von über 30 Grad am frühen Morgen, musste man sich erst einmal gewöhnen. Auf dem Rückweg zum Schiff, bahnten wir uns erst einmal den Weg durch die Straßenhändler. War das herrlich! Wie hatten wir das vermisst: „heute kaufen, morgen zahlen“, „billiger als bei Aldi“ und „alles Originale“! (grins). Ein freundliches aber bestimmtes“ La Shukran“, Blick geradeaus und einen Gang schneller eingelegt, schon ist man durch!
Den Nachmittag hatten wir für uns, so wurde das kleine Sonnendeck in Beschlag genommen, mit einer schönen Aussicht auf Luxor und Theben West. Nach dem Abendessen haben wir das Mumifizierungsmuseum an der Corniche, gegenüber dem Luxor Museum, besucht. Klein aber fein. Hier erfährt man viel über die Mumifizierungstechnik der alten Ägypter. Fotografieren und Filmen ist verboten.

Am Samstag fuhren wir morgens mit dem Bus über die Brücke nach Theben West, ins Tal der Könige. Die Eintrittskarte gilt für 3 Gräber, die man besichtigen kann. So muss man mehrmals herkommen, um alle Gräber zu sehen. Das Grab des Tut Ank Amun kostet extra. Diesmal besuchten wir das hoch gelegene Grab von Tutmosis III, Ramses I und Ramses VI. Weiter ging es zum Terrassentempel der Hatschepsut, Deir el-Bahri, zum Totentempel Ramses II (Ramesseum) und den Memnonkolossen, die einst den Tempel von Amenophis dem III. bewachten. Interessant und sehenswert sind die Ausgrabungen im Assasif, beim Hatschepsut-Tempel gelegen, z.B. das Grab des Ank Hor aus der 6. Dynastie, der u.a. Oberhofmeister der Gottesgemahlin Nitrokis war.
Nachmittags legten wir ab und fuhren stromabwärts nach Qena.

Sonntagmorgen Fahrt mit Polizeieskorte nach Abydos, in der Provinz Sohag, 165 Km westl. von Luxor, zur Besichtigung der Tempel des Osiris Kultes. Die Eskorte ist nichts weiter als „Show“ für die Touristen sowie eine sinnvolle „Beschäftigung“ für die unzählige Touristenpolizei. Gefahr droht einem dort keine, im Gegenteil, die Menschen dort in den Dörfern sind liebenswert und freundlich… und wollen einem nichts verkaufen, da sie alle Bauern sind. Kein Vergleich zu den teils aufdringlichen Händlern in den Touristenzentren. Die Tempelanlagen sind wirklich einzigartig, auch aufgrund ihrer religiöser Traditionen .Bauwerke aus der 19. Dynastie von Sethos I. und dessen Sohn Ramses II. sowie das Osirion, wo der Kopf des Osiris von Isis gefunden wurde, nachdem Seth die Gliedmaßen in ganz Ägypten verstreut hatte…
Am nächsten Morgen (Montag) fuhren wir auf der Westseite des Nils weiter nach Dendera, westl. von Qena gelegen, zum ptolemäischen Tempel der Göttin Harthor. Was eine imposante Tempelanlage. In den Außenwänden befinden sich Krypten, die bis in die Fundamente herabreichen. Aus dem Opfertischsaal führen Treppen zur gut erhaltenen Dachkapelle mit einer herrlichen Aussicht auf das umliegende Land. Sämtliche Nischen, Löcher und Kellergänge wurden inspiziert. Gegen Abend ging es dann wieder stromaufwärts zurück nach Luxor. Wir saßen bis in die Nacht bei lauschigen 28 Grad
auf Deck, gönnten uns ein Stella (oder zwei) und diskutierten und sinnierten über das alte und neue Ägypten. Danach ging es in die Koje, um Fit zu sein für den nächsten Tag.

Denn am nächsten Morgen (Dienstag) standen die Ausgrabungen von El Tod (Month Tempel), auf dem Programm .Durch die engen holprigen Gassen bahnte sich unser Bus seinen Weg. Die Menschen an den Straßen winkten uns zu. Wir kamen an einem koptischen Kloster vorbei, das durch seine hohen Mauern wie eine Festung wirkte. Und mitten im Dorf El Tod tauchten dann die Reste vom Month Tempel auf. Dort waren wir in brütender Hitze allein auf weiter Flur, von einer Seite mit hohem Schilf umgeben, Schlangen die sich darin tummelten und Schwärmen von Mücken, die nur auf uns gewartet hatten. Es war trotzdem ein sehr schöner Ausflug. Wir hatten Zeit und Muße um die im Eingangsbereich sortierten Fundstücke zu besichtigen und um durch die Ruinen zu schlendern. Hier war nur 1 Wächter, der so alt war, das er uns gewähren lies. Nachdem wir uns nachmittags auf Deck gestärkt hatten, wurde Luxor Stadt unsicher gemacht. Die aktuellen Baustellen und Neuerungen mussten haarklein inspiziert und fotografiert werden. Nervig sind die vielen Kaleschen, die pausenlos versuchen, Touristen einzufangen. Angesichts dieser mageren Pferde und dem Fahrstil der Kutscher, ist davon abzuraten.

Mittwoch früh ging es mit dem Bus nach Deir-el Medina, den Ruinen des Dorfes der Handwerker, den Noblengräbern und ins Tal der Königinnen. Dort durften von den 80 Gräbern auch nur jeweils 3 besichtigt werden. Wir sahen das Grab von Teti und Khaemwasef sowie Amenherkhepshef Hier liegen nicht nur Königinnen, auch die Kinder, wie die von uns besuchten Söhne Ramses III.. Leider ist und bleibt das Grab der Nerfertari für die Öffentlichkeit geschlossen. Es scheint aber so zu sein, dass gegen ein kleines Bakschisch von 3.000 € und einer Sondergenehmigung, auch dies möglich ist. Von dort aus ging es nach Medinet Habu, zum Tempel Ramses III. Dem mittlerweile zum größten Teil umgesiedeltem Künstlerdorf (Grabräuberdorf) El Gurna, statteten wir auch einen Besuch ab.
Ein Dorf ohne Wasser und Strom mitten in der Wüste. Nachdem der Dorfvorstand sein Bakschisch erhalten hatte, wurden wir von unzähligen Kindern umlagert, die nicht eher Ruhe gaben, bis alle Kulis, Bonbons und Münzen verteilt waren.

Gegen Abend hieß es Leinen los Richtung Esna. Vor den Schleusenanlagen gab es wie immer reges Gedränge. Während die Schiffe brav darauf warteten, durch die Schleusenanlage zu fahren, nutzen die vielen Händler die Gelegenheit, mit kleinen Ruderbooten die Schiffe zu belagern, um u.a. Galabeas an den Mann bzw. Frau zu bringen. Ein amüsantes Spektakel! Von der neuen Schleuse ist erst eine Seite geöffnet. Die andere Seite befindet sich noch im Bau. Obwohl Tag und Nacht von einer rumänischen Firma durchgearbeitet wird, dauert es noch mindestens 1 ½ Jahre bis zur Fertigstellung. Die ägyptischen Mühlen mahlen halt langsam!

Am Donnerstag besuchten wir den Chnum Tempel in Edfu sowie die Ausgrabungen von El Käb (Überreste des Hauptkultortes der Nechbet, der geiergestaltigen Kronengöttin im antiken Ort Necheb) mit den gut erhaltenen Felsengräbern im Nordhang (z.B. von Paheri, dem Erieher am Hofe Tutmosis III). Über Nacht blieb die Ramses I in Edfu.

Freitag früh verlassen wir Edfu und steuern unser nächstens Ziel, Gebel es Sisilia an. Dieser Steinbruch liegt direkt am Nilufer. So konnte die kleine Ramses bis auf ein paar Meter am Ufer anlegen. Der Restweg wurde mit Bretter und einem kleinen Beiboot überbrückt. Wir stapften den sandigen Weg bergauf am Nil entlang. Man kann nur erahnen, unter welchen Bedingungen vor tausenden Jahren dort gearbeitet wurde. Sehenswert war der Felsentempel von Haremhab (Heerführer unter Echnaton und Tut Ank Amun u. später nach Eje selbst Pharao), nichts für Couchpotatoes, eine Kletterpartie bei fast 40 Grad. Der Anblick der gut erhaltenen Wandmalereien war es wert .Auch hier waren wir ganz alleine.

Unser nächstens Ziel war nun der Doppeltempel von Kom Ombo, der direkt an der Anlegestelle liegt. Wir waren das einzigste Schiff. Eine himmlische Ruhe war uns vergönnt und auf dem Sonnendeck saßen wir in der ersten Reihe und genossen bei einem Glas Karkade den herrlichen Anblick .Hier ist in den letzten 3 Jahren viel restauriert und renoviert worden. Neuer gepflegter Eingangsbreich, blitzsauber und begrünt. Auch hier, wie in Luxor, wurden die Händler auf die andere Seite verbannt, in eine Ladenpassage. Während es abends nubische Folklore auf dem Schiff gab, ging es weiter nach Assuan.

Samstags ging es mit dem Bus zum Philae Tempel, dem Kultort der Göttin Isis, zum Staudamm, dem unvollendeten Obelisk, den Hatschepsut in Auftrag gab, besuchten einen fatimidischen Friedhof mit den Kuppelgräbern. Mit dem Motorboot ging es zum Kalabscha Tempel des Gottes Madulis, ein nubischer Tempel, der ebenfalls wegen des Nasserstaudamms aus dem antiken Talmis, ca. 40 km versetzt wurde, sowie den Kiosk (Barkenstation/Baldachin) von Kertassi, und Beit el Wali (Tempel von Ramses II, 1 von sieben nubischen Tempeln). Nachmittags gab es eine Orientierungsfahrt durch Assuan in den Fryal Garden. Von hier aus hat man einen herrlichen Blick auf den 1. Katarackt und Elephantine. Die Kathedrale des St. Michael und die Moschee in Assuan waren auch sehenswert. Nach einem turbulenten Bazarbesuch, wo Gewürze und Tee eingekauft wurden, ging es ins Kaffeehaus von Naser, gegenüber dem Hauptbahnhof gelegen. Kaum gesessen, wurden wir von Händlern Groß und Klein umzingelt. Holzketten, Wasserpfeifen, Schultertücher, Lesezeichen, Zigaretten und buntglitzernder Touristenramsch wurden angeboten. Einige Damen unsere Truppe konnten mal wieder nicht widerstehen. Ein Fehler; die anderen Händler versuchen dann prompt auch ihr Glück. Die Damen wurden von ca. 20 Kindern fast erdrückt und bedrängt, bis Naser sie an die Frische Luft setzte.

Der nächste Tag bereitete einigen unserer Truppe im Vorfeld schon Alpträume. Es stand nämlich ein Kamelritt durch die Wüste an. Vom Motorboot aus sah man schon die Nubier samt 30 Trampeltieren, die auf uns warteten .Bei besagten Damen wandelte sich die Urlaubsbräune in Leichenblässe um .Es half kein zetern, jeder musste mit! Die Strecke hätte man natürlich auch zu Fuß durch die Wüste bewältigen können, wären knapp 45 Min. Marsch durch den heißen Sand gewesen, aber so hatte es doch mit der Truppe einen hohen Spaßfaktor! Das wäre aber besagten Damen auch zu anstrengend gewesen. Kamele sind ja Lastentiere, und so trugen sie mehr oder wenige gut gelaunt, teilweise 150 kg durch die Wüste Richtung Simeonskloster, anschließend ging der Ritt zu den Felsengräbern von Gharbi (Fürstengräber der Gaufürsten von Assuan im Gipfel des Windes). Die in den Fels gehauenen, sehr gut erhaltenen Gräber sollte man mal besichtigt haben. Hier muss man gut zu Fuß sein und festes Schuhwerk ist Pflicht. Es geht einen steilen Abhang am Nil entlang, schmaler Weg und Steine. Der Abstieg zum Motorboot, die vielen vom Sand verwehten Stufen hinunter, war danach ein Klacks.
Mir hat dieser Ausflug eine Menge Spaß bereitet, hätte den ganzen Tag so weiter reiten und klettern können . Mit dem Motorboot setzten wir nach Elephantine über. Wir bestaunten die Ausgrabungen der antiken Stadt Yebu, den Nilometer sowie die Tempelanlagen von Chnum und der Satet (Gemahlin von Chnum) und das alte nubische Museum. Nachdem wir uns auf dem Schiff gestärkt und vom Sand befreit hatten, ging es nachmittags zur Lord Kitchener Insel (Botanischer Garten), die nach wie vor von unzähligen Katzen bewohnt wird .Zum Abschluß des Tages besuchten wir das nubische Dorf, wo unsere Kamelführer wohnten.

Am Montag stand um 3.00 Uhr der Taltempel Ramses II und seiner Gemahlin Nefertari in Abu Simbel auf dem Plan. Rückkehr war gegen Mittag. Den ganzen Nachmittag lagen wir faul auf dem Sonnendeck, während die Ramses schon wieder auf dem Weg nach Esna war. An der Anlegestelle wurde auch übernachtet. Am Abend gab es an Bord die übliche Galabea Party, wo sich so mancher zum „Horst“ machte. Wer es braucht, jedem das seine! Nix für mich!

Dienstag lief unser Schiff wieder in Luxor ein. Von weitem hört man schon das Gehupe der blau/weißen Taxen und den Hufschlag der vielen Kaleschenpferde. Gemütlich spazierten wir zum Luxor Tempel und blieben bis zum Sonnenuntergang und schlenderten durch den neuen Touristenbazar. Wegen des Ramadans (13.09.-13.010.07) waren die Straßen jetzt für eine halbe Stunde wie leer gefegt und ruhig. Alle sahen zu, dass sie nach Hause kamen um mit der Familie zu essen, oder taten dies in den vielen Kaffeehäusern. Anschließend wurde sich mit neuem Elan auf die Touristen gestürzt .Ach ja, die Ton und Lichtshow in Karnak wurde auch fakultativ angeboten. Kann man sich mal antun, nicht schlecht gemacht.

Zum Abschluß unserer Ausflüge besuchten wir am nächsten Tag das Luxor Museum an der Corniche. Wirklich schön aufgeteilt und sehenswert. Natürlich wurde auch der Buchladen nebenan durchstöbert und geplündert. Für den Rest des Tages hatten wir dann noch einmal Luxor unsicher gemacht.


Waren die 2 Wochen wirklich schon rum? Es gab und gibt doch noch so viel zu sehen! Schweren Herzens und nach ausgiebiger Verabschiedung von der Schiffscrew und unserem erstklassigen Reiseführer Ramadan, ging es zum Flughafen. Noch ein letzter Blick aus dem Flieger… Ma Salam Misr….. bis zum nächsten Jahr !!!!!

Noch ein paar persönliche Anmerkungen:

Viele Reisende regen sich über das zu Beginn einer Nilfahrt eingesammelte Trinkgeld auf. Bei uns waren es bei Phoenix für 2 Wochen p.P. 55,00 €. Es werden dann Rechnungen aufgemacht wie: eingesammeltes Trinkgeld mal x Passagiere, geteilt durch die Anzahl der Schiffscrew, macht jede Menge Bakschisch, Falsch! Das Trinkgeld wird „auch“ je nach Rangfolge an die Besatzung weitergegeben. Ebenso an den Busfahrer, allen Tempelwächtern unterwegs bei den Ausflügen, Kaleschenfahrern, Kameltreibern, Dorfbewohnern, Bootsführer, Museumswärtern, Touristenpolizei etc. Noch Fragen?.
Auch sollte man sich über Land und Leute informieren um sich den dortigen Gepflogenheiten anzupassen, der Urlaub wurde zwar teuer bezahlt, dies gibt einem aber nicht das Recht, wie die Hotten Totten dort einzufallen, um sich mächtig daneben zu benehmen. Müssen sich denn einige wirklich wie am Strand von Arenal kleiden, und so durch die Tempelanlagen und Städte latschen? Muß man wirklich alle Reliefs und Malereien mit den schweißnassen Händen anfassen? Oder mit Blitz fotografieren, wo es eigentlich verboten ist um dann hinterher stolz zu berichten, war zwar nicht erlaubt, aber mit Bakschisch geht alles? Muss man überall seinen Müll hinterlassen bzw. unzählige Kippenstummel? Und dann diese Dauernörgler, die auf pünktliche Futterzeiten bestehen und selbstverständlich darf der Bus keine 5 Minuten Verspätung haben! In Ägypten gehen die Uhren anders und ägyptische Mühlen mahlen langsam, besonders in der Zeit des Ramadans Da erwacht das Leben in Ägypten erst nach Sonnenuntergang. Dieses Jahr ist Ramadan vom 13. 09 bis 13.10.07, nächstes Jahr vom 02.09 bis 02.10.08. Lest die Reiseführer und Reiseunterlagen genau durch, dann gibt’s auch nix zu meckern, wenn der Ablaufplan sich verzögert oder ändert. Lasst dieses ganze Gehabe am besten am Heimatflughafen zurück, sonst habt ihr keine schöne Zeit in Ägypten. Übernehmt ein wenig von der ägyptischen Mentalität und Gelassenheit, seid höflich und respektvoll, dann liegt Euch Ägypten zu Füßen !!!


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BeitragVerfasst: Sa 13 Okt, 2007 16:05  Titel:  (Kein Titel)  Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Amset hat folgenden Bericht geschrieben:


Hallo Forumsgemeinde
ich habe Anfang September eine Rundreise mit ETI in Ägypten gemacht.
(Hurghada,Nil,Kairo,Hurghada)
Da ich ETI nicht kannte war ich anfangs etwas skeptisch. Alllerdings vom Comfort her liess sich die Reise kaum toppen. Das Essen auf dem Schiff
(MS Grand Palm) war das Beste Essen, was ich jemals in Egypt hatte.
Etwas teuer als ich es kannte, war die Zuzahlung bei den Getränken. Aber kein wirklicher Wehmutstropfen. Alle Transfers und Reiseleitung waren gut.
Zudem habe ich dieses Jahr sehr nette Menschen kennengelernt. Ein Gruss an die "Clique".
Rundum, ich würde jedereit wieder mir ETI fliegen.
Für Interressierte, auf meiner Homepage http://www.amset-web.de/41396.html
steht für die Zeit auf dem Nil ein ausführlicher Reisebericht.

Gruss Amset



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